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885 - Herausragende Traumsymbole inkl. Träume 

  

Seele

10.08.1958

Auf der Strasse kommt mir eine Gruppe junger Frauen entgegen wie Nonnen. Unter ihnen sehe ich mich selber. Ich gehe vorsichtig, denn ich trage meine Seele in den Händen, die ich zu einer Schale geformt habe, weil die Seele wie flüssig ist.

1

Schulmädchen

29.10.1958

Auf dem Schulweg versuchen zwei grössere Mädchen ständig, einem jüngeren Mädchen hinter ihrem Rücken die Schulbücher zu entreissen. Der Lehrer findet dies nicht so schlimm. Die Kleine wird wütend, sie geht auf die Kolleginnen los und wirft sie samt ihren Mappen ins Tobel. Die Mutter des Mädchens will sie deshalb schlagen. Ich erkläre ihr das Unrecht, sie sieht es ein. Wir bringen das zitternde Kind ins Bett. Zwischendurch ist die Frau plötzlich wie meine eigene Mutter.

3

Wildnis

23.11.1958

Ein älterer und ein jüngerer Mann machen im Garten eines reichen Mannes Pläne. Der Reiche kommt mit einer Geldkassette aus dem Haus, um sie im Geldschrank zu versorgen. Er wird von einer jungen Frau und einem Mann begleitet, die teils Dienstpersonal und teils Verwandte sind. Die beiden Männer folgen zögernd, nunmehr in der Absicht, ihn zu bestehlen. Der junge Mann war in der Wildnis gewesen und dort verwildert, daher man ihn zunächst anbinden müsse. Er wird von der Frau gefesselt, danach wird die Frau ihm auf den Rücken gebunden, wie wenn sie zusammen gehörten. Die beiden fallen in Schlaf. Beim Aufwachen bin ich selber die Frau und spüre sexuelle Erregung. Später sitzt der junge Mann einem Psychotherapeuten gegenüber, der auf einem Saiteninstrument zu spielen beginnt. Die Gesichtszüge des jungen Mannes entspannen sich, seine Augen leuchten, er stammelt «Papi, Papi». Ich weine vor Ergriffenheit, ich weiss, dass der junge Mann in seiner geistigen Entwicklung zurückgeblieben ist, weil ihm der menschliche Kontakt gefehlt hat.

7

Gefangenschaft

09.12.1958

Ich fahre mit meiner Schwester (Agnes oder Stasi) im Auto weg, weil ich verfolgt werde. Später fahre ich auf einem Velo. Meine Schwester fährt auf dem Gepäckträger mit und macht komische Faxen, wie wenn sie wegen den Strapazen den Verstand verloren hätte. Ich nehme eine Abkürzung, ein fast senkrecht abfallendes Weglein und höre Stimmen von Gefangenen und ihren Wächtern. Unter den Gefangenen sind viele Kinder, sogar 5-jährige. Ihre Gesichter sind von Leid gezeichnet. Gefangene locken die Wachen von uns weg und wir gelangen in ein Dorf. Meine Schwester ist nun ein Kind von zwei Jahren. Wegen des Kindes verwandelt sich die Ablehnung der Leute in Sympathie.

10

Nackt

21.12.1958

Ich beobachte eine junge Frau, die nackt über eine Autostrasse kriecht. Sie ist einer Ohnmacht nahe. Ich öffne die Balkontüre, bitte sie herein und biete ihr ein warmes Bad. Die Frau zittert am ganzen Körper. Sie ist verstört und presst einen zerbrochenen Spiegel an ihr Gesicht, wie wenn es ihr liebstes Besitztum wäre. Ich habe Angst, sie könnte sich selber oder andere verletzen oder gar umbringen. Ich nehme ihr den Spiegel blitzschnell aus der Hand und werfe ihn in den Abort. Ich gebe ihr den Schlüssel zu einem Zimmer und schliesse von aussen ab in der Befürchtung, sie würde im Delirium erneut auf die Strasse gehen. Weil die Türe nach oben offen ist, entkommt die Frau. Draussen wartet ein Rudel Männer auf sie. Ich gehe mit anderen Frauen hinter ihr her, wie im Trauerzug, um sie nach dem Unvermeidlichen wieder ins Haus zu nehmen.

11

Dienstpersonal

21.12.1958

Ich halte eine weinende junge Frau in meinen Armen. Sie ist teils identisch mit der Frau aus dem ersten Traum teils ist sie eine andere. Ich weiss nur, dass sie gelitten hat, aus ihrer Familie ausgestossen wurde und darum mit dem Dienstpersonal essen muss. Ich führe die Frau in den Speisesaal. Sie aber fühlt sich vor der dortigen Atmosphäre abgestossen und ich tröste sie. Sie trägt nun einen kostbaren Mantel sowie eine weisse Hermelinkappe. Ich selber gehöre halb zur Familie, halb zum Personal.

12

Geheimpolizei

15.01.1959

Ich werde verfolgt und wie zufällig eingeklemmt. Vermummte Männer wollen mich packen. Ich bitte den uniformierten Polizisten um Hilfe. Die vermummten Männer verstehen sich als Geheimpolizei. Sie beaufsichtigen und bestrafen die Menschen nach eigenen Gesetzen.

15

Vereist

27.04.1959

Ich bin mit dem 2j. Daniel im Wald. Ein Mann versperrt uns den Weg. Er ist 50-60-jährig, hat rote Augen und trägt einen langen, schwarzen Rock. Er sagt, wenn ich nicht mit ihm gehe, würde er mich auf der Stelle töten. Auf meine Bitte, wenigstens Daniel in Sicherheit bringen zu dürfen, geht er nicht ein. Bevor er mich tötet, will er Kapital aus mir schlagen mittels einer Versicherung. Er bringt uns in ein weitab liegendes Haus. Beim Erkunden der Umgebung wird mir klar, dass an eine Flucht mit einem 2j. Kind nicht zu denken ist. Es ist windig, kalt, der Erdboden ist teils schlammig, teils vereist und ein Weg ist nicht zu erkennen. Ohne Landkarte bin ich ganz orientierungslos. Zudem werde ich permanent beobachtet. Es scheint hier eine Art Kolonie zu sein. Diese wird später anscheinend von aussen bedroht, denn man muss mich und Daniel gehen lassen. Durch die Fabrikräume gehend sehe ich verkrüppelte Männer an der Arbeit.

25

Weinflasche

31.05.1959

Mein Bruder F. giesst aus einer kaputten Flasche Wein in mein Glas, es sind Glasscherben darin. Zudem bekomme ich schlecht schmeckende Speisen. Ich spucke sie aus. Ich spucke und spucke, spüre dann eine Schnur im Hals und ziehe daran, bis ich merke, dass die Schnur zum Magen gehört und ich sie wieder schlucken muss. Dies löst bei mir Brechreiz aus.

29

Klosterkirche

22.06.1959

Von einer religiösen Bruderschaft werde ich in ein Kloster gesperrt. Ich entdecke, dass in der grossen schönen Klosterkirche das Hauptportal weit offen steht und gehe hinaus.

35

Sturzgeburt

03.07.1959

Ich bin schwanger. Die Wehen haben bereits begonnen, kommen aber weniger häufig und sind weniger schmerzhaft als bei der Geburt meines Sohnes. Schon drängt das Kind hinaus, ich kann es gerade noch festhalten, bevor es zu Boden fällt (Sturzgeburt). Es ist ein Knabe. Ich kann es fast nicht glauben, dass die Geburt so rasch und schmerzlos vor sich ging und ich kaum geschwächt bin. Erst als ich mit dem Kind die Treppe hinunter gehe, nach Hause, befällt mich ein totales Schwächegefühl. Ich habe eine starke Blutung und befürchte auszubluten. Schwestern tragen mich aufs Zimmer und ich scheine mich zu erholen.

40

Weizenkörner

05.07.1959

Mit meiner früheren Schulfreundin Annalies und ihrem Vater, der Bauer ist, bin ich auf dem Feld. Ich säe Weizenkörner aus. Der Bauer meint, ich hätte mit dem Saatgut mehr sparen sollen, um ein weiteres Stück zu besäen.

44

Erbschaft

01.08.1959

Ein Bauer erzählt von einer Frau meines Alters: Sie lebe von einer grossen Erbschaft, die sie durch Beten verdienen müsse.

65

Bergsteigen

21.08.1959

Bei Nacht und Nebel bin ich zu Fuss unterwegs auf einer wenig begangenen Strasse. Scheinwerfer fallen auf mich. Ich werde gefangen. Mit anderen Frauen werde ich in einen Raum geführt und weiss, dass man uns für die Ausführung von Verbrechen einsetzen will. Ich schreie wie hysterisch: «Ich werde mich wehren, wehren». Ein Mann kommt herein, ausgerüstet zum Bergsteigen im Regenwetter und sagt, dass ich mit ihm gehen müsse. Ich verlange, dass man mir eine ebenso währschafte Ausrüstung gibt wie ihm.

74

Photoapparat

11.09.1959

In der Halle eines grossen Hotels oder Spitals bin ich im Gespräch mit einem älteren Mann , das mich zu langweilen beginnt. Der Mann merkt es nicht, er redet und redet. Ich beobachte, dass er gleichzeitig in meinem Koffer wühlt, und habe den Verdacht, er suche den Geldbeutel. Er geht ein paar Schritte rückwärts, zielt mit einer Pistole auf mich, die als Photoapparat getarnt war und ich falle in Ohnmacht. Später wird der Mann verhört, er verteidigt sich, ich hätte ihn verdächtigt, da habe er sich zur Tat provoziert gefühlt.

78

Fabrikationsprozess

03.10.1959

Ich gerate in eine enge, unheimliche Gasse, die steil ansteigt und in unterirdische Häuser und Fabrikhäuser führt. Alles ist kalt und trostlos. Ich begegne einem Mädchen, es ist fast noch ein Kind, das eigenartig verschlossen wirkt. Ich wage es nicht anzusprechen. Ein etwas älteres Mädchen hat den gleichen eigenartigen Gesichtsausdruck, wie wenn beide hätten zu viel leiden müssen und darüber verstummt seien. Ich habe das Gefühl, die Mädchen seien zu früh in eine Fabrikproduktion eingespannt worden, deshalb seien sie seelisch ausgepumpt oder gar tot. Es kommt mir vor, ich selber sei diesem schrecklichen Schicksal nur knapp entronnen.

84

Wundmale

19.10.1959

Eine junge Frau in einem langen weissen Gewand liegt im Bett und sagt, ich solle beim Anfassen aufpassen, sie trage die «Wundmale», sie dürfe es aber niemandem sagen. Ich verstehe dies so, dass sie es vor allem dem Arbeitgeber nicht sagen darf.

91

Zweitwohnung

29.11.1959

Eine frühere Kollegin (Heidi S.) sagt, sie müsse sparsam leben, weil sie eine zweite Wohnung gemietet habe. Die Wohnung ist noch unvollständig eingerichtet, aber bereits wohnlich.

110

Totengrabenwasser

23.02.1960

Ich stehe in der Halles eines grossen Friedhofgebäudes. Darin befindet sich ein grosses Wasserbecken mit einem naturbelassenen Boden und dem «Totengrabenwasser». Die darin verwesten Toten sollen nun ausgegraben werden und ich soll ins Totengrabenwasser eintauchen. Es graust mir vor halb verwesten Leichen, ich tauche aber trotzdem und spüre nichts derartiges.

127

Wolkenkratzer

29.02.1960

Ich gehe an einem Flüsschen entlang nach Hause und möchte trockenen Fusses auf die andere Seite gelangen, über ein Mäuerchen. Aber ich gerate ins Wasser bis zur Wade. Eine Flutwelle kommt und ich rette mich auf eine Teppichstange. Auch ein Mann rettet sich auf diese Weise. Ich fürchte nun, der Mann wolle mich ins Wasser werfen oder wegschleppen, denn ich bin jetzt ein kleineres Mädchen. Das kleine Mädchen steigt auf einen Holzschuppen, der ans Haus gebaut ist, schlüpft durch ein kleines Loch und kommt in ein grösseres Haus. Aus irgendeinem Grund kann das kleine Mädchen nicht durch die offizielle Türe ins Haus gehen. Das Mädchen ist glücklich, dass es dem Manne entronnen und nun im Hause seiner Mutter ist, die aber eine andere Frau ist als in Wirklichkeit und deren einziges Kind das Mädchen (ich) ist. Später ist das Haus ein Wolkenkratzer. Ich stehe auf der Terrasse des Daches mit vielen anderen Leuten. Durch das laute Geschwätz und Gelächter fühle ich mich gestört, da ich die schöne Fernsicht und den kühlen Wind geniessen möchte. So gehe ich weg.

129

Scheiterhaufen

15.09.1960

Auf der Strasse beobachte ich eine schwarz gekleidete Frau, viele Menschen folgen ihr. Sie ist auf dem Weg zum Scheiterhaufen, sie soll ihren Ehemann getötet haben. Die Menge brüllt, die einen wollen sie bestraft sehen, andere möchten sie befreit wissen. Die Frau geht aufrecht, ihre Gesichtszüge sind verschlossen. Ich befinde mich nun im Haus der Frau, sehe den toten Mann liegen, wie schlafend, zu seinen Füssen liegt ein zirka 8-j. Knabe. Der Mann bewegt seinen Kopf, lächelt, liegt dann wie vorher, wie wenn ich nur geträumt hätte. Dann habe ich das Gefühl, der Mann habe den Knaben getötet und dann sich selber erschossen. Die Frau sei keine Mörderin. Sie steht an der Türe, wischt sich Tränen vom Gesicht. Sie trägt nun ein goldbesticktes Kleid, was nicht störend wirkt.

139

Abfallkübel – ein Wunder

27.04.1961

In meinem Auto steht ein Abfallkübel. Männer suchen darin nach Schätzen. Einer ruft: «Ein Wunder!» Seine Suche scheint dazu geführt zu haben, dass er durch Menschen hindurch sehen kann, dass er die Ausstrahlung eines Menschen wahrnehmen kann.

150

Hinausgeschleudert-Werden

05.07.1961

Ich werde aus dem Bett geschleudert. Danach sause ich auf dem Rücken liegend und mit angezogenen Beinen in den Weltraum hinaus. Sage mir ständig, dass ich dies nur träume und mich ans Hinausgeschleudert-Werden und Fliegen gewöhnen müsse.

155

Schlossartiges Haus

16.01.1962

Ein Mann schlägt in seinem Hause alles kurz und klein. Hinterher ist er total erschöpft. Seine Frau muss ihn aufpäppeln wie immer in ähnlichen Fällen. Ich bin Angestellte in diesem schlossartigen Haus, in leitender Stellung. Die Frau ist zirka 45-jährig, der Mann um die Dreissig.

169

Passions-Spiel

03.02.1962

Auf einer Bühne wird das Leiden Jesu dargestellt, wobei ich das Gefühl habe, es sei schreckliche Wirklichkeit. Im Priesterkleid tritt der Schah von Persien auf - darauf steigen Schlangen steigen aus seinem Bauch. Ich sehe, dass der Mann echt und furchtbar leidet. Manche Leute lachen. Die Kirchenmänner erscheinen mir nun als Teufel, die unter der Vorgabe von Gottesdienst und Wandlung, Böses tun.

172

Felssturz

10.05.1962

Machthaber zwingen Eltern, ihre Kinder am Fuss des Berges auszusetzen, weil bald ein Felssturz kommt. Ein Priester geht hin, um Kinder zu retten. Plötzlich bin ich selber dieser Priester. Einige Kinder sind bereits zusammengedrückt und Eltern suchen nach ihren Kindern.

180

Virtuoses Klavierspiel

07.09.1962

Aus einem grossen Gebäude höre ich virtuoses Klavierspiel. Es stellt sich heraus, dass die Musik von einem zirka 10j. Knaben ausgeht, der selber nicht weiss, dass durch ihn eine wundersame Musik gespielt wird (erster Traum)

205

Hauskapelle

07.09.1962

Ich höre aus der Kapelle des Hauses ein Sturmbrausen. Ein kleiner Knabe öffnet neugierig die Türe, aber eine gewaltige hässliche Stimme ruft: «Geh hinaus!» - Ein anderer Knabe öffnet die Türe und die Stimme ruft: «Komm herein!» Der Knabe geht dem Altar zu und die Stimme verlangt, die Leute sollten Spalier stehen. Da ich vorne bin, komme ich auf die erste Altarstufe zu stehen und gehe mit dem Knaben weiter in Richtung Tabernakel. Habe das Gefühl, einem grossen transzendenten Akt beizuwohnen. (zweiter Traum)

206

Buckel

13.05.1963

Auf meinem Rücken trage ich ein Kind, es ist angehängt wie ein Buckel. Es ist mein eigenes Geistiges, mein Gesprächspartner. Ich rede mit dem Kind und umarme es. Meine Mutter holt mich in die «Realität» zurück, ich muss mich vom Kinde verabschieden und zur Arbeit gehen. Als ich zurück komme, will es nichts mehr von mir wissen, es trotzt. Ich erkläre, es habe keine eigene Realität, es werde sterben, wenn es mich ablehnt.

233

Zeitbombe

05.09.1963

Habe das Gefühl, jemandem gegenüber in Schuld zu stehen. Der Malermeister, der die Malarbeiten im Ritterhaus ausgeführt hat (Giovanoli) sagt, das Haus werde nun gesprengt. Er und andere legen eine Zeitbombe, die in 4 Minuten zünden werde. Sobald die Männer weg sind, gehe ich hin und ziehe die Bombe bis zu den Johannisbeersträuchern hinter der Mauer. Die Bombe explodiert, gräbt sich in die Erde ein, ohne Schaden anzurichten.

239

Choreographie

09.10.1963

In einer katholischen Kirche treten drei Priester mit einem Bischof in ihrer Mitte aus der Sakristei. Die vorderen Bänke sind mit weiss gekleideten Gestalten besetzt, die sich wie nach einer Choreographie nach links und rechts neigen und Gebete singen. Der Gesang ist kunstvoll, er drückt Religiöses aus. Auf der anderen Seite des Kirchenschiffs passiert etwas Ähnliches. Instrumentalmusik setzt ein. Ein junger Priester tanzt inbrünstig vor dem Altar - in seinem Arm hält er etwas Weisses - vielleicht die Braut. Er dreht sich, aber da ist keine Braut. Nach dem Tanz wird geklatscht und gepfiffen, wie im Theater. Beides scheint zur Choreographie zu gehören, denn am Schluss setzen wieder Gesang und Musik ein. Ich höre eine eigenartige Mischung von Gebet und Gesang sowie ein Wechsel von gebetsartigen Gedichten und rhythmisch gebetsartigen Bewegungen. Ich erlebe eine Musik, wie ich sie noch nie gehört habe, ein kunstvolles Ineinander von Sängergruppen und ein Gebrause, das gar nicht zu schildern ist, und ich habe das Gefühl, einem künstlerischen Ereignis ersten Ranges beizuwohnen, aus lebendigster Religiosität geboren. Ich fühle mich wie das Kind vom Lande, das in die Stadt kommt, etwas Grossartiges erlebt, ergriffen ist und nicht begreift, was ihm widerfährt.

246

Kot

20.10.1963

Ich muss mich von einer unglaublich grossen Menge Kot entlasten und werde zudem verpflichtet, ihn zu kneten.

247

Rutschbahn

30.10.1963

Ich glaube in Paris zu sein, es ist aber eine Insel. Hier kommen Flüsse zusammen und fliessen in verschiedenen Betten weiter. Auf einer Art Rutschbahn gelange ich in rasender Fahrt zum anderen Ufer. Ich muss aufpassen, dass ich nicht aus der Bahn gerate und ins Wasser falle. Auf der anderen Seite sind Felsen und es gibt keinen Weg nach oben. Ich beginne zu klettern und komme in eine kleine, etwas düstere Stadt. Viele Häuser stehen leer, auch die Wohnung, in der ein kleines Mädchen in seinem Bettchen liegt. Das kaum ein Jahr alte Kind ist allein. Seine Mutter hat es zurückgelassen, weil sie in ihrer neuen Wohnung kein Platz hat für das Kind. Noch ist es munter. Ich nehme mir vor, das Kind sobald als möglich zu holen. Aber wer könnte es in der Zwischenzeit pflegen?

250

Brillenmacher

18.11.1963

Beim Brillenmacher bekomme ich ein Gerät, ich solle mir die Gläser selber anpassen.

255

Kriegsmacht,

Todesspritze

13.12.1963

Eine Kriegsmacht hat das Land erobert. Nun werden die Menschen in taugliche und lebensuntaugliche eingeteilt. Die Untauglichen bekommen zu meinem Entsetzen die Todesspritze. Ich werde für die Betreuung von Kindern eingesetzt. Das bedeutet, dass ich am Leben gelassen werde, weil für nützlich befunden.

262

Zweites Landstück

10.03.1964

Ich bearbeite ein Stück Ackerland und weiss, dass ich einen zweiten Acker hinzu bekommen habe, das nicht auf Schweizer Boden steht, obgleich es unmittelbar an meines angrenzt. Es ist, wie wenn ich beide Teile kenne, sie aber noch nie zusammen bewirtschaftet hätte. Es wartet viel Arbeit auf mich. Die Angrenzer machen den Anspruch auf gegenseitige Hilfeleistung in Notlagen. Ich willige in den Handel ein, wenngleich ich befürchte, es sei vor allem die Hilfe von meiner Seite gemeint.

272

Wildhühner

23.09.1964

An einem Seeufer entdecke ich zahlreiche Eier von Wildhühnern.

288

Zwölf Bäume

09.10.1964

Wir sind am Ernten von Äpfeln und Birnen. Weitere zwölf Bäume warten auf die Ernte. Ich mache mir Sorgen über die viele Arbeit, die neben der übrigen getan werden muss.

293

Stifterin

12.10.1964

Eine Stimme redet von einer Frau namens Kundelette, die Stifterin sei, ohne zu sagen, was die Frau stiftet oder gestiftet hat.

294

Baby lacht laut

15.10.1964

Meine Mutter hat nochmals ein Kind geboren. Es ist zirka 3 Monate alt und trotzdem klein wie ein Neugeborenes. Ich trage es auf meinen Armen und bin glücklich über dieses Kind. Es öffnet die Augen, strahlt mich an und lacht laut. Auffallend sind seine sehr blauen Augen. Ich denke, ob die Mutter einen Liebhaber gehabt habe.

295

Auspeitschen

06.12.1964

Ein Mann sagt, er müsste ein Mädchen auspeitschen, das tags zuvor von einem bestimmten Mann geschwängert worden sei. Da sie krank im Bett liegt, geht er weg, um später wieder zu kommen.

307

Todeskämpfe

23.12.1964

Ich bin von einer eigenartigen Krankheit befallen. Ich habe Todeskämpfe zu bestehen. Es wirft mich immer wieder aufs Bett. Ich kann die Krise immer wieder überwinden und zwischendurch im Haus zum Rechten sehen. Ich muss mich entleeren, eine riesige Menge Kot kommt heraus. Es folgt nochmals ein Todeskampf, dann scheint die Krankheit überwunden.

312

Ketzerin

07.01.1965

Von einem missionierenden Mönch heisst es, er bewirke Erweckungen und Bekehrungen. Weil ich mich von seinen Predigten fern halte, will er mir weismachen, ich sei eine gottlose Ketzerin. Ich habe das Gefühl, er wolle mich zu seiner Anhängerin machen, ansonsten er mich «erledigen» würde.

319

Englische Krankheit

18.01.1965

Wegen einer bestimmten Krankheit wurde bei mir mittels «Impfung» ein künstlicher Anfall gegen die «englische Krankheit» hervorgerufen. Ich fühle mich dann schlaff, verwirrt, werde ohnmächtig. Ich habe das Gefühl, der Arzt wolle mich erwürgen. Ich schreie und wehre mich gegen Ohnmacht und Verwirrung.

327

Beichtstuhl

28.01.1965

Ich befinde mich im Beichtstuhl beim früheren Religionslehrer (Pfarrer Kessler). Ich weiss, dass der Pfarrer Leute mit Skrupeln nicht mag. Ich wage daher nicht zu sagen, dass ich Bedenken habe bezüglich meines Verhaltens. Zudem überhört er, was ich zu sagen versuche.

332

Opium

16.02.1965

Eine Nachbarin (Frau Aebli) sitzt im Bett. Sie hat ein Papier mit Opium vor sich. Das Opium sieht aus wie zerbröckelte Hefe. Die Frau geniesst ein kleines Stücklein, ein kleines Räuchlein steigt auf. Nach einer Weile wiederholt sie dies. Da ich befürchte, die Frau sei innert kurzer Zeit süchtig geworden, nehme ich ihr das Opium ab und mache ein Paket daraus, um es zu begraben oder ins Wasser zu werfen. Unterwegs rede ich mit einigen Leuten. Nun fühlt sich der Karton wie ein Tuch an und das Opium wie ein sich formender Säugling. Somit kann ich es nicht mehr ins Wasser werfen oder vergraben. Es wäre, wie wenn ich ein Neugeborenes töten würde. So suche ich Rat bei einem Pfarrer. Er sagt, er verstehe nicht, dass sein Sirup nicht mehr begehrt sei, er sei doch gut, besser sogar als ähnliche Produkte aus der Apotheke. Ich solle probieren. Er zeigt eine schmutzige Flasche mit einem klebrigen Gummi drauf. Ich nehme ein wenig, obgleich ich mich ekle, um ihn nicht zu beleidigen. Ich merke, dass der Sirup kräftig ist, ich kann die Alpenkräuter schmecken.

338

Aufgespiesst

11.08.1965

Eine Frau reitet mit ihren fünf Kindern auf Pferden über die Felder im Galopp. Sie fliehen vor kriegerischen Männern. Die verfolgenden Männer rücken auf. Die Mutter ruft zu den Kindern, sie müssten nun kämpfen. Die Kinder werden von Speeren der Männer aufgespiesst und in der Luft herum gewirbelt, ein grausiges Schauspiel. Am anderen Morgen sucht und gräbt die Mutter nach ihren Kindern. Überraschend taucht eins ums andere lebend auf. Ein grösserer Bub reitet auf seinem Pferd daher. Derweil sitzt der Vater der Kinder vor sich hinbrütend im Gasthaus. Er hat über dem Entsetzlichen den Verstand verloren.

348

 

Atemnot

25.08.1965

Ich oder eine andere Frau hat ein Kind geboren ohne ärztliche Hilfe. Anstatt den ersten Schrei zu tun, ringt das Kind um Atem. Ich überlege verzweifelt, was ich tun soll, wenn es nicht von allein zu atmen beginnt.

351

Prüfungsaufgaben

04.09.1965

Ich habe von einer grossen umgestürzten Steinfigur, die vermutlich eine Göttin darstellt, ein Geschenk oder eine Aufgabe bekommen, drei Couverts mit je einem Stein darin. Die Steine symbolisieren grosse Berge und haben Rangstufen. Es sind Prüfungsaufgaben. Der erste Stein stellt eine schwierige Aufgabe dar, der zweite ist ein wundersam lebendiger Stein, die Bedeutung des dritten Steines kann ich nicht erkennen.

355

Hartes im Brei

22.10.1965

Ich habe das Gefühl, keine Lebenskraft mehr zu haben, ins Wasser gehen zu müssen. Auf dem Weg begegne ich vier Männern. Sie tragen eine tot wirkende Frau, die sie aus dem Wasser gezogen haben oder die im Auto verunglückt ist. Später ist die Frau ein Mann, der auf allen Vieren in Richtung Villa Maria im Heimatdorf kriecht. Er hält es für ein kleines Wunder, dass er nach einer langen Krankheit überhaupt kriechen kann. Er strahlt vor Dankbarkeit, ungeachtet der verunstalteten Gesichtshaut. Angesichts dieses Mannes schäme ich mich über mein Vorhaben. Anstatt aus dem Leben zu gehen, will ich nun die Nacht durchwandern und fasten. Nun ist ein 4j. Mädchen des Kinderheims (Monika) bei mir. Mit ihr kehre ich in ein Gasthaus ein, wo ich auf einen Mann treffe, der verzweifelt scheint. Er hat einen sehr trockenen Brei vor sich, in den etwas Hartes hinein gekocht ist. Von diesem Brei soll er so viel wie möglich essen. In der Vorstellung, der trockene Brei wäre mit Sauce besser zu schlucken, biete ich ihm von meiner Sauce an. Einer meiner Freunde (Hans) gibt auch noch Sauce ab. Ein fremder Gast sagt später, das Harte sei nicht mehr im Brei, dann geht er. Der Kranke blüht auf, er fühlt sich nicht mehr krank. Er sagt, der Fremde sei wohl sein eigener guter helfender Geist gewesen.

359

Geigenspiel

30.10.1965

Ich bin Zeugin einer Familienszene: Der tüchtige Sohn einer begüterten Familie hänselt seinen anders gearteten Bruder. Er wirft ihm ein Messer hin, damit könne er seinem unnützen Leben ein Ende machen. Der Untüchtige richtet das Messer gegen sich, der Tüchtige fällt ihm in den Arm, höhnt weiter, er habe weder die Stärke noch den Mut, um wirklich zuzustossen. Der Angesprochene fällt in Ohnmacht, was den Vater ärgerlich macht. Er zieht den ohnmächtigen Sohn an den Beinen aus der Küche heraus und meint, durch den Schock habe er nun auch noch den Verstand verloren. Er befürchtet, als Eltern für den Idioten nun ein Leben lang sorgen zu müssen. Der Familienbesitz umfasst ein kleines Dorf inklusive Bauernhöfe. Ich begreife nun, dass der zweite Sohn benötigt würde, um die viele Arbeit zu bewältigen und die Angestellten zu überwachen. Später ruft die Mutter des Jünglings ihren Mann in die Küche. Es muss mit dem Sohn etwas Unerwartetes passiert sein, denn ihr Gesichtsausdruck drückt Zufriedenheit aus, wie wenn sie sagen wollte, in ihrem Sohn habe mehr gesteckt, als alle gedacht hätten. Der Traum lässt mich leider nicht wissen, was passiert ist. Ich habe die Assoziation, er habe vielleicht Geige gespielt.

361

Weltreise und Meerfahrt

15.11.1965

Ich befinde mich auf einer Weltreise und zugleich auf Meerfahrt. Ich werde von Bruder oder Vater mit einem Messer bedroht, falls ich eine bestimmte Handlung ausführen würde. Ich fliehe, versöhne mich aber wieder. Ich muss in die Therapiestunde pressieren (bei Gid). Da mein Auto defekt ist, gehe ich zu Fuss. Weil ich beschwingte Bewegungen mache, sagt ein junger Mann, er finde dies sehr reizvoll. Ich kann nicht Autostopp machen, weil kein Auto kommt. Im Wald höre ich später einen Knaben kummervoll sagen, er könne es seiner Mutter nicht sagen, er könne nicht darüber reden.

363

Kunstgegenstände

21.12.1965

Ich habe wertvolle Kunstgegenstände erworben, ohne mir richtig klar zu sein, wie wertvoll und begehrt sie sind. Und dies zu einem Spottpreis wie es scheint. Durch den Besitz dieser Gegenstände bin ich in die Sphäre gefährlicher Mächte und Kämpfe geraten. Weil ich die Schätze nicht für mich und in aller Naivität erworben habe, fühle ich mich vor Verfolgung durch diese Mächte dennoch irgendwie sicher.

373

Glasmalerei

12.03.1966

Ich bewohne ein kleines Einfamilienhaus mit Kindern. Soldaten sagen, sie müssten das Haus bewachen wegen unruhiger Zeiten, ich traue ihnen nicht. Es stellt sich heraus, dass es sich um selbst ernannte Schutzmänner handelt. Es kommt zu einer Schiesserei zwischen unechten und echten Schutzmännern, es fallen auch Bomben. Viele Leute müssen ihre Häuser verlassen. Es ist ein Durcheinander. Kinder werden im Strom der Menschen in eine bestimmte Richtung gedrängt und gehen verloren. Ich rufe den Knaben des Kinderheims (Peter und Bruno) zu, sie sollen auf die Richtung achten. Die Schießerei dauert nicht lang und ich gehe ins Haus zurück. Eine Frau sagt, es sei schön, dass man heute Krieg machen könne, ohne die Häuser zu zerstören. Ein Kind fragt wiederholt, ob ein Maler in unserem Hause Bilder gemalt habe. Ich verneine. Ein Malergeselle besteht darauf, sein Meister habe ihm gesagt, er habe hier Bilder gemalt. Ich sage nochmals, hier gäbe es keine Bilder. Der Malergeselle geht. Im Haus nebenan sehe ich nun Fenster mit Glasmalereien und denke, es könnten nicht diese gemeint sein.

397

Tagebücher

02.05.1966

Mit Maria halte ich mich in einem Wohn-Schlafzimmer auf. Sie redet auf mich ein, obgleich ich müde, niedergeschlagen und erschöpft bin. Nachdem sie merkt, dass ich nicht zuhöre, sagt sie höhnisch, schreiben sei gar nichts, der Dümmste könne dies. So habe ich den Verdacht, sie habe in meinen Papieren gewühlt und bringe Briefe und Tagebücher an einen sicheren Ort.

404

Hellere Wohnung

27.06.1966

Ich miete eine grössere und hellere Wohnung.

412

Bergabstieg

10.12.1966

Auf einer Bergwanderung begegne ich meiner Mutter und erwachsenen Geschwistern. Sie haben noch zwei Kinder bei sich, das eine ist zirka 2-jährig, das andere ein Baby. Es dunkelt bereits und ist kühl. Ich wickle das Baby ein, beginne mit ihm vorsichtig den Abstieg und schaue immer wieder, ob es nicht friert. Ich habe das Gefühl, die anderen würden zu wenig auf das Kind achtgeben. Weil ich einen direkten und kürzeren Weg kenne auf der hinteren Seite des Berges, gehe ich voran. So könnten wir vor dem gänzlichen Eindunkeln unten ankommen. Ich sehe, dass Mutter eine handgehäkelte Decke bei sich hat. Diese wickle ich auch noch ums Baby.

437

Spielkugeln

13.12.1966

Meine Schwester M. liegt wie tot am Boden. Weitere drei Menschen sind ebenfalls umgefallen und scheinen tot. Der herbeigerufene Arzt redet von gefährlicher Verstopfung. Er ordnet an, die Leute müssten spielen, und er drückt den Leuten Spielwürfel in die Hand. Er sagt, spielen sei das sicherste Mittel gegen die Lähmung, sobald man damit aufhöre, beginne die Lähmung. Ich beobachte einen fremden Mann, der den Spielenden die Spielkugeln stiehlt, und diese sind sofort wieder gelähmt. Ich rufe jede Person bei ihrem Namen, worauf sie erwachen. Der Arzt kommt. Der fremde Mann meint, man müsse in jeden einzelnen Kern schneiden. Die Kerne sehen aus wie Mandeln. Der Arzt sagt, dies sei zwar nicht falsch, aber seine eigene Methode sei viel einfacher. Der fremde Mann schneidet in die Kerne, es spritzt wie Blut heraus.

440

Königskind

30.01.1967

Es wurde ein Königskind gestohlen. Aus einem tiefen Keller rollt ein Totenschädel vor meine Füsse. Dann rollt er hinter mir her. Ich glaube zunächst, der Schädel wolle mich verfolgen, dies ist aber nicht der Fall. Er rollt vor die Türe, hinter der das gestohlene Kind ist. Der Schädel scheint mir die Kraft des Mannes zur Verfügung zu stellen, zu dem er gehörte. Die Räuber geben das Kind widerstandslos heraus.

454

Detektiv

28.04.1967

Es werden zwei Gauner gesucht. Mehrere Detektive sind an der Suche beteiligt. Einem der Detektive gelingt es, ins «Lager» der Gauner zu gelangen sowie ein kugelsicheres Auto zu ergreifen und wegzufahren. Dieser wird nun von anderen Detektiven beschossen. Vielleicht sind sie mit seinem Vorgehen nicht einverstanden.

461

Freiheit singen

19.08.1967

Musiker und Sänger singen von Freiheit. Die Regierung reagiert misstrauisch.

473

Boxerhündin

08.09.1967

Meine Boxerhündin weint herzzerbrechend.

478

Unheimlich wilde Naturlandschaft

13.10.1967

Ich bin auf der Reise nach Sowjetrussland (Sowjet-Union) mit Familie oder Reisegesellschaft. Es ist ein schöner Herbsttag. In den Höhenlagen liegt etwas Schnee. Ich kann zwei Seen und ein kleines Städtchen sehen. Haus ist an Haus gebaut. Ich habe das Gefühl, dass hinter dem einen See eine unheimlich wilde Naturlandschaft existiert. Es scheint, diese Landschaft werde bewusst sich selber überlassen, damit sie den vorderen See speise und erneuere. Ich wundere mich über das Wasserspiel eines Springbrunnens, der sich über einen mit Stein besetzten Platz ergiesst, bin aber beunruhigt über die Wasserverschwendung. Dann sehe ich aber, dass das Wasser weiter unten wieder in den Fluss einmündet.

488

 

Kriegserlebnisse

03.12.1967

Ich bin wie die Therapeutin eines Mannes. Ich rate ihm, er solle seinen Vortrag zunächst vor wenigen Menschen halten. Beim Lesen fällt er in eine Krise, da ihn schlimme Erinnerungen über Kriegserlebnisse überfallen, die er verdrängt und verheimlicht hat. Er atmet schwer, sein Kopf sinkt vornüber. Ich habe die Vermutung, er habe als Jude, Krieg und Verwüstung erlebt und denke, es sei gut, dass die Krise vor kleinem Publikum passiert sei. Ich weiss nun, dass der Mann sich eine neue Identität zugelegt hat. Bei seiner Heirat hat er sich als Italiener ausgegeben.

504

Zweiköpfiges Tier

04.01.1968

Ich muss einen Vortrag halten. Das Thema ist ungewöhnlich, aber ich habe es gern bearbeitet. Der Vortrag umfasst nur wenige Seiten. Es sind etwa zehn Leute gekommen. Auf einmal sind wir in einem Privathaus. Kinder haben Wiesenblumen vor sich und machen Blumenkränze. Der Hausbesitzer bringt Bilder, die ich erkläre. Am Rand eines Bildes befindet sich eine Schlange und eine Riesenechse. Sie sind ein einziges Tier, haben aber zwei Köpfe. Das Tier wird lebendig. Der Hausbesitzer bringt es ins Nebenzimmer. Er ist froh, dass seine Kraft ausgereicht hat, die Tiere zu versorgen. Es scheint, er sei Besitzer eines Zoos oder einer Zoohandlung. Nun ist es, wie wenn ich eine Reise um die Schweiz antreten müsste.

513

Qualitäts-Mantel

20.08.1968

Ich habe einen Mantel und eine Jacke gekauft. Die Farbe des Mantels ist hell, fast weiss, die Qualität weich und flauschig. Der Mantel ist so einfach geschnitten und schick, dass es sich um ein Modell handeln muss. Meine Schwester (Maria) nimmt den Mantel in Besitz. Ich weine in verzweifelter Art, anstatt mich zu wehren. Während ich auf ihre vielen Mäntel und Kleider hinweise, sehe ich, dass ein so schöner Mantel nicht dabei ist. Plötzlich denke ich, ich könnte den Mantel einfach wieder an mich nehmen und anziehen. Die ebenfalls neue Jacke liegt auf dem Tisch und ich nehme wahr, dass sie abgetragen ist und an Ellbogen und Manschetten sogar schmutzig.

531

Abgeschlagenes Bein

03.11.1968

Von einem jungen Mann erfahre ich eine Begebenheit aus seiner Kindheit. Ein Vater habe seiner Tochter ein Bein abgeschlagen (vermutlich mit einem Beil), gleichzeitig habe auch er (der junge Mann) sein rechtes Bein verloren. Weiteren Äusserungen des jungen Mannes entnehme ich, dass er politisch interessiert und gesellschaftskritisch aktiv ist.

544

Frauenprofil

02.02.1969

Ich zeichne im Traum an einem Frauenprofil. Jemand sagt, es hänge viel davon ab, ob es mir gelinge, dieses Profil zu zeichnen, die Ehe sei sonst gefährdet.

556

Mitsingen

06.09.1969

Gidon ist im Traum jünger und vitaler als in Wirklichkeit. Er singt Arien aus Operetten, ich soll mitsingen, und er korrigiert mich.

565

Holzbein

05.11.1969

Die tüchtige Sekretärin vom Kinderdörfli Lütisburg (Frau Lanter) wirkt überaus bleich. Dann beginnt sie heftig zu weinen in tiefster Erschütterung. Die Frau hat ein Holzbein, aber sie habe bisher das Leiden an der Behinderung unterdrückt.

567

Doppelexistenz nach Revolution

04.12.1970

Ich bin unterwegs nach Moskau und treffe auf eine Baslerin. Sie sagt: «Aha, ä St. Gallere». - Die Frau führt eine Doppelexistenz, nachdem sie eine Revolution erlebt hat. Dadurch hat sie die Gefahr einer psychischen Spaltung überwunden.

579

Seidenstoff

26.12.1971

Ich habe im Auto Seidenstoff unter einer Wolldecke versteckt, um ihn vor fremden Augen zu schützen.

610

Ikonen

29.04.1973

Ein grösseres Mädchen sitzt mit ihrer Lehrerin von der Töchterschule am Tisch. Sie ist wie elektrisiert, weil sie Bilder an den Wänden hängen sieht, die von dem gefährdeten Mann aus dem ersten Traum stammen. Sie ist von diesen magnetisch angezogen, versucht aber krampfhaft, nicht hinzuschauen, um den Mann nicht zu verraten. Zeitweise bin ich selber das Mädchen. Später werden grosse Statuen oder ikonenartige Gebilde aus naturfarbigem Holz herein getragen. Da diese wie alte Kunstwerke aussehen und mit mehr oder weniger Interesse bedacht werden, schöpft niemand Verdacht bezüglich des Künstlers. Meine Spannung lässt nach.

635

Zauberhafte Töne

17.09.1973

Ich habe ein kleines Fischchen geschenkt bekommen. Für den Nachmittag sind Kinder und vielleicht auch Erwachsene angemeldet, es zu besichtigen. Das Fischchen will immer aus dem Behälter springen. Ich muss mehrmals ein grösseres Gefäss nehmen und zuletzt den Sandkasten, um dies zu verhindern. Plötzlich verwandelt es sich in eine Art Alligator und ist um 20 cm. gewachsen. Ich mache mir Sorgen, was passiert, wenn das Tier so rasch wächst. Da geschieht etwas Seltsames: Es ertönt eine Musik, das Tierchen stellt sich auf, öffnet den Mund und spielt Flöte. Ich höre zauberhafte Töne aus Flöte und Kehle.

645

Naturgewalten

01.08.1974

Meine Familie zieht ins Hochgebirge um, weit ab von Dörfern und Städten. Wir müssen in kleinem Boot über einen Bergsee rudern. Ich fühle mich den Naturgewalten ausgeliefert. Ich wundere mich, mit welcher Selbstverständlichkeit Karl sein komfortables Haus verlassen hat, um hier in eine Wohnung einzuziehen.

665

Bildergalerie

23.08.1974

Mit Maria fliege ich in einer Raumkapsel nach Zürich. Wir landen in einer Flug-Station mit Bildergalerie.

667

Goldzähne

12.01.1975

Ich will den schön geschnitzten Mädchenkopf eines Totempfahls nach Hause nehmen, merke aber, dass der Kopf aus Fleisch und Blut besteht und das tote Mädchen samt Holzpfahl offenbar beerdigt werden soll. Nun sehe ich eine Frau neben dem 8-10j. Mädchen. Die Frau beginnt zu weinen und erzählt, man habe das Kind von Arzt zu Arzt geschleppt, man habe ihm nicht helfen können, und ich sehe, dass die Frau goldene Zähne hat. Ich erkläre, ich könne dem Kind helfen, nach einer Weile steht das Mädchen auf, es lebt.

1032

Lehrbuch Topf-Pflanze

31.05.1976

Ich weiss, dass ich die Matura machen muss, was mir Angst macht. Ich gehe zur Lehrerin und verlange mein Lehrbuch zurück, es ist aber eine Topfpflanze. Die Lehrerin will die Pflanze zunächst nicht hergeben wegen Abschreibegefahr. Ich verspreche, sicher nicht zu mogeln. Ich erkläre, dass ich sie unter meinem Pult wissen müsse, da ich mich sonst völlig hilflos fühlen und versagen würde. Da händigt sie mir die Pflanze aus.

687

Vernarbte Wunde

03.06.1977

Ich liege mit einer nackten Frau im Bett, die mit dem Rücken gegen mich liegt, und ich streichle zaghaft ihren Rücken. Da kehrt sie sich zu mir und ich erkenne, dass es eine andere Frau ist, als ich meinte. Nun nehme ich bei ihr eine grosse kaum vernarbte Wunde wahr, die vom Venushügel bis zum Hals reicht. Ich fühle Scheu vor dieser Frau, vor ihrem Schicksal. Die Frau ist grösser und älter als ich.

700

Splittergeschosse

24.12.1977

Zwei Gebäude gehören zusammen. Um von einem zum anderen zu gelangen, muss man über die Strasse gehen. Mitten in der Strasse werde ich (und andere) mit kleinen Splittern beschossen. Sie kommen mit einem gewaltigen Luftstrom daher, der ohne Unterlass bläst, wie aus einer künstlichen Windmaschine. Einige Splitter treffen meine Beine. Die Splitter sind wie kleine Kugelschreiber. Ich wundere mich, dass sich die Leute nicht schützen durch den Bau einer unterirdischen Verbindung zwischen den Gebäuden.

711

Kostbare Gewänder

22.03.1978

Ein Richter wird vom «obersten Richter» zur Rechenschaft gezogen. Drei Richter stehen in einer Wiese, die sich wie neben dem Holzschuppen hinter dem Ritterhaus befindet. Alle drei Männer tragen kostbare Gewänder und Kopfbedeckungen wie königliche Festtagskleider. Ich weiss, dass nur der «oberste Richter» befugt ist, den fraglichen Richter zu belangen. Der oberste Richter steht etwas weiter oben am Hang und in der Mitte der zwei anderen Richter. Dann gehen die Männer ins Gebäude und ich bedaure, dass ich nicht hören kann, um was es beim Gericht geht (erster Traum vom 22.3.1978)

715

Papierberg

15.01.1979

Mit einer Gruppe von gutsituierten Männern bin ich zur Einweihung eines renovierten alten Hauses geladen. Der Festredner spricht von einer besonders gelungenen Renovation. Ich selber bin mir nicht ganz klar, was ich davon halten soll. Einerseits sehe ich wirklich schön renovierte Räume und Riegelwerk. Anderseits sieht das Haus von aussen wie ein Neubau aus, aus Klinkerstein. Dann will ich den oberen Teil besichtigen, da soll es eine Orgel geben. Eine Empore führt nach oben, wie in einer Kirche. Ein jüngerer Mann geht voraus, ich hinterher. Irgendwie können wir nicht zur Orgel gelangen. Wir kommen in Büroräume, dann geht's auf Treppen nach unten. Nun stehe ich wie auf dem obersten Teil eines Lagers mit einem Berg schriftlichen Materials, und kann nicht weiter. Ich stelle fest, dass die vermeintlichen Treppen, auf denen ich nach unten gekommen bin, wie geöffnete Schubladen eines Bürotischs mit vollen Papieren sind, auf denen ich nicht zurück kann. Bevor der Papierberg ins Rutschen kommt und mich darunter vergräbt, muss ich eilends weg. Über einige Vorsprünge gelange ich nach unten und denke, wie ein Kaufmann sein Material so lieblos und unpraktisch, unattraktiv und unübersichtlich und sogar gefährlich lagern könne. Ich höre den Besitzer fluchen über Leute, die nicht kaufen. Er scheint den historischen Bau renoviert zu haben in der Vorstellung, die Leute würden auch nach unten gehen (in seinen Laden). Ich komme nach draussen. Der Rückweg zum Gebäude ist weiter als gedacht. Es hat viel Schnee. Nach zirka 300 m sehe ich das Haus. Weitere zirka 500 m führt ein Weg steil abwärts. Ich mache mir wegen des vielen Schnees Sorgen, fühle mich nun plötzlich in die Luft gehoben und werde fortgetragen. Ich will hinunter und kann nicht. Schon glaube ich, der Wind nehme Kurs am Haus vorbei, da werde ich auf den Boden gestellt vor der Haustüre mit einer Präzision ohnegleichen.

735

Gestorben - weiterleben

26.02.1979

Mutter liegt tot im Bett. Dann verdoppelt sie sich, die eine Mutter steht frisch und befreit lächelnd auf, die andere bleibt tot liegen. Es ist, wie wenn sie den kranken Leib abgestreift und ihre Seele sich verkörpert hätte. Nun trägt sie einen schwarzen Persianermantel, wie wenn sie an der Beerdigung teilnehmen wollte. Ich denke frohen Herzens, dass die Toten mit uns weiterleben und der Tod daher nichts Trauriges sei, das Wesentliche, Gesunde und Gute bleibe bei uns.

741

Rebellion

21.06.1979

Aus dem Gespräch eines stattlichen Mannes mit einer Frau erfahre ich, dass dessen Enkelin bei einer ungehörigen, wenn auch nicht schlimmen Sache dabei war. Dadurch sei ihr Studium gefährdet. Ihr Grossvater macht sich bereit, um bei der Schule vorzusprechen. Eigenartig ist, dass seine Barthaare nun wie gestrickt oder gehäkelt sind, was zwar schön aussieht, aber der Mann hat mir vorher besser gefallen. Während er mit der Lehrerin spricht, gehe ich mit der Enkelin eine Strecke gemeinsam. Ich lege ihr freundschaftlich einen Arm um die Schulter und sage, es wäre schade, wenn sie nicht weiter studieren könnte, sie würde eine gute Juristin abgeben, mit ihrer Intelligenz, dem guten Mundwerk und ihrem Mutterwitz. Wir Frauen hätten Frauen wie sie nötig. Die junge Frau lächelt erfreut und erstaunt, so hatte sie die Sache nicht gesehen.

750

Selbstverwaltung

03.03.1980

In meiner Wohnung beraten sich einige Leute über Selbstverwaltung. Zu spät merken wir, dass ein fremder Knabe uns zugehört hat und uns verraten wird. Ohne grosse Gewissensbisse werfen wir ihn aus dem Fenster.

768

Unterirdische Quellen

12.07.1980

Ich sehe ein auf Karton oder Leinwand gemaltes Bild, gleichzeitig ist es ein Naturbild. Ich selber male Bäume in herbstlichen Farbtönen, mein Bild gefällt mir. Daniel oder ein anderer junger Bursche malt mit grossem Pinsel darüber. Das Bild ist nun wie dreidimensional, es zischt und brodelt wie aus unterirdischen Quellen. Gleichzeitig steigen neue Bilder auf wie im Kino, z.B. eine Alp mit verwitterten Föhren. Es sind höchst individuelle Formen. Ich rufe: «Halt, hör auf, dieses Bild gefällt mir!» Er hört mit Malen auf. Später sehe ich noch das Bild einer idyllischen Winterlandschaft. (früher Nr. 778 )

779

Indianische Herkunft

12.06.1982

Mein Bruder K. ist Vater von über 20 Kindern. Ich bin zu Besuch bei ihm, er hat ein grosses Haus in Amerika. Anderseits ist er auch zu Besuch bei mir. In der Küche stehen leer getrunkene Weingläser aller Grössen und Formen, wie nach einer Party. Ferner stehen auf dem Tisch vier volle Weingläser in einer Reihe. Karl will meinen Lastwagen fahren, ich lasse ihn nicht. Es scheint, der Lastwagen solle in den Abbruch gebracht werden. Karl schwankt ins Haus wie betrunken. Seine vielen Kinder (27 oder 21) scheinen grösstenteils in Kinderheimen zu leben. Es ist unklar, ob die Kinder von mehreren Frauen stammen. Im Haus ist eine Frau mit zirka 8 Kindern, sie sind zwischen 1-3 Jahre alt. Die Kinder sind im Wohnzimmer, alle sind gut gekleidet und zufrieden, wie wenn sie soeben verpflegt worden wären und jetzt ausgehen dürften. Das Haus wirkt gut situiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Frau die Versorgung von Haus und Kindern allein schafft. Ich sehe keine Angestellten. Die Frau trägt ein kostbares mit Gold besticktes, königlich wirkendes Kleid. Es sind Goldmünzen oder goldene Pailletten daran genäht. Nun sehe ich die Frau von hinten. Von der Rückseite her ist das Kleid ein anderes, es ist einfacher und der Stoff ist eine naturgefärbte grobe Seide. Es kommt mir vor, das Kleid sei ererbter Besitz ihrer indianischen Herkunft, ihr «gutes Stück». Die Frau will mir vielleicht ihre Tracht vorführen. Sie ist gross gewachsen und stattlich, ihre Haare sind schwarz. (804)

804

Beobachtungsposten

10.01.1983

Nachdem ich die Frau, die sich, Etwas beobachtend, an einem Grasbüschel festhielt, kraftvoll nach hinten gerissen habe, um sie vor einem Absturz zu retten, fängt ihr Kleid Feuer. Das Feuer kann gelöscht werden.

824

Königsschule

03.02.1983

Mir gegenüber sitzen drei unbekannte Jünglinge. Die Situation ist so, dass es angebracht oder höflich ist, sie nach ihrem Tun zu fragen. Nach ein paar Sätzen korrigiert jemand meine Vermutung, sie würden eine Schule besuchen: «Nein, nein, diese Drei besuchen nicht eine gewöhnliche Schule, sie sind an der Königsschule». Ich frage weiter, ob dies eine Eliteschule sei, eine Schule für «Siebengescheite» sozusagen, Königskinder gäbe es ja nicht mehr. Die Jünglinge sind nicht anders gekleidet als andere jungen Burschen. Sie können mir die Bedeutung ihrer Schule nicht erklären.

825

Familien-Klan

18.09.1983

Ich befinde mich in einem grösseren Haus, das zugleich das Haus meiner Familie bzw. des Klans ist. Es handelt sich um ein vererbtes Haus, meine jetzige Wohnung ist ins Haus eingebaut. Daneben verfüge ich über ein grosses Wohnzimmer, in dem ich Besuche empfange, auch die Geschwister mit ihren Familien. Das Haus vermittelt einen mittleren Wohlstand. Nachdem Karl mit Familie zu Besuch war, liegt in meinen Räumen alles durcheinander. Meine Tagebücher sind nicht mehr im Kasten und auch die Themenmäppli kann ich nicht finden. Ich mache mir Vorwürfe, ich hätte den Schrank abschliessen müssen.

831

Attentat

22.04.1984

Mit einer Gruppe junger Leute mache ich mich auf eine Meer-Reise in einem nicht sehr grossen Schiff. Ich weiss, dass mir zuvor etwas passiert ist, aber ich weiss nicht was. Nun wird mir gesagt, es sei vermutlich ein Attentat auf mich verübt worden, das hätte tödlich verlaufen können. Man habe einen Mann beobachtet, der ein älteres Photo von mir von Staub befreit habe und mein Jugendbildnis darunter gesucht habe. Es handle sich vielleicht um einen Racheakt für etwas, was in der Jugend zurückliege. Nun gelte es, sorgfältig zu suchen, was es sein könnte. Jemand aus der Gruppe sucht im Schiff nach einem sicheren Platz für mich, damit ich nicht Zielscheibe für ein Ferngeschoss bilde. Während das Schiff in See sticht, sitze ich dicht an dicht mit diesen Leuten. Eine Frau, vielleicht Journalistin, will mich nach meinem Leben befragen.

838

Dienstmädchenzimmer.

12.09.1984

Ich gehe nackt aus dem Badezimmer und halte eine geblümte Bluse vor mich, falls jemand im Korridor auftaucht. Zum Zimmer ist es nicht weit. Aber plötzlich befinde ich mich in einer grösseren Stadt und weiss, dass ich den Weg über den Hinterhof gehen muss. Ich ängstige mich und klingle bei einer Kollegin. Sie will mich den Durchgang ihres Haus benützen lassen, aber ich lehne ab, weil ich mich nicht Draussen nackt zeigen will. Ich komme zu meiner Haustüre. Weil aber der Riegel abgebrochen ist, fürchte ich in einen Hinterhalt zu geraten. Aus einem Zimmer höre ich Musik, was mich beruhigt. Ich suche mein Zimmer und weiss nun, dass ich seit langem nicht hier gewesen bin und freue mich, dass mich meine Erinnerung an den Ort nicht getäuscht hat. Es ist ein nettes und sauberes kleines Zimmer, wie wenn es bewohnt worden wäre. Es ist weder verstaubt noch ist die Luft abgestanden. Jetzt trage ich Kleider. Vermutlich bin ich gekommen, um das Zimmer auszuräumen und Brauchbares mitzunehmen, es ist auch ein Tagebuch dabei. Mich dünkt, es seien 20 und mehr Jahre vergangen, seit ich hier war. Ich denke, dies sei also früher mein Umfeld gewesen - ein Dienstmädchenzimmer.

842

Mund Geburtsausgang

19.12.1985

Mit einer Gruppe junger Leute befinde ich mit in einem speziellen Haus wie zu einem Wochenende. Das Haus ist alt und doch neuartig. Es kommt zu tiefgreifenden Erlebnissen. Ich fühle mich rundherum wohl und bei mir selbst. Ich werde von niemandem bedrängt, ich bin unter autonomen Menschen, die es nicht nötig haben, auf andere Übergriffe zu machen. Der Austausch geht ohne räuberische Beziehungsmuster vor sich, ich lehre und lasse mich belehren. Eine schwangere junge Frau ist unter uns, die Geburt steht bevor. Ich sehe den Geburtsausgang, das Kind will herauskommen. Plötzlich ist der Mund der Geburtsausgang.

862

Schwester Klarissa

12.01.1986

Klosterfrauen von der Villa Maria sind unterwegs. Es sind Maria Ward Schwestern, vermutlich auf dem Weg zur Kirche. Unter den Klosterfrauen fällt mir Schwester Klarissa auf, ihre jugendliche Frische und ihre intensive Präsenz.

868

Erdrutsch

07.05.1987

Bei einem Erdrutsch geht ein Teil von mir absichtlich mit hinunter, ich bleibe oben. Ich wüsste gern, was sie (bzw. der Teil von mir) unten vorgefunden hat und was dort vor sich geht.

889

Baumschule und Bison

31.12.1987

Ich befinde mich auf einem Herrschaftssitz altenglischen Stils: Ein grosser Gutshof, Baumschule, Weinberg, Nebengebäude. Alles ist bestens bestellt. Das Landgut scheint im Besitz eines wie alterslosen Onkels zu sein, bei dem ich als Angehörige des Clans Ferien verbringe. Ich bin im Waschhaus mit Waschen von Daniels und meinen Sachen beschäftigt. Der 9j. Daniel geht auf Entdeckungsreise. Hinter Jutesäcken und Holzkisten befinden sich Türen mit Klappen, sie sind beschriftet, aber unleserlich. Daniel öffnet eine Klappe, ich sehe ein schnaubendes, schwarz glänzendes, mächtiges Urtier, ein Stier oder Bison, und ich weiss, dass das Gehege an den Urwald angrenzt und in den Urwald übergeht. Daniel erschrickt, ich ebenfalls. Ich helfe die Klappe zu schliessen, stelle eine Holzkiste vor die Türe und gehe ins Wohnhaus. Dort begegne ich Wildkatzen. Ich bin beunruhigt, nicht aber der Onkel, dem ich melde, dass die Stallungen offen sind und Wildkatzen im Haus. Ich erinnere mich, dass er einmal lachend gesagt hat, fliehen nütze nichts. Er sagt nun, Daniels Hemd, das ich zum Trocknen aufhängen will, rieche so gut. Ich antworte, es sei von Hand gewaschen. Ferner sage ich, von wilden Tieren zertrampelt zu werden sei der schlimmste Tod, und ich bitte ihn um einen anderen Tod. Seine geschiedene Frau kommt ins Haus zum Kochen. Ich unterrichte sie, dass die Tiere unterwegs seien, mich zu töten. Sie lacht, dieses Märchen habe sie schon oft gehört. Vom Fenster aus sehe ich Spaziergänger mit Hunden, und dass die Hunde sich weigern, weiter zu gehen. Von einem anderen Fenster aus sehe ich, dass die Tiere in die Stallungen zurückkehren. Der Onkel hat sie zurück geschickt, die Tiere gehorchen ihm.

914

Grasbüschel

02.10.1988

Eine Frau ist beim Heuen und versucht ein Bündel halbtrockenes Gras unter anderes Gras zu «zetteln». Ich erschrecke, weil ich die Gewissheit habe, in dem Gras sei meine Mutter verborgen. Ich nehme das Grasbündel auf meinen Arm und spüre, wie es sich zu formen beginnt zu einem kleinen Körper, zu Mutters Körper, den ich aufs Bett in ihr Zimmer trage, 920

920

Drillinge

28.10.1988

Eine Frau ist in einer urwaldartigen Gegend unterwegs. Ich mache mir Sorgen, weil ihr eine Zwillingsgeburt bevorsteht und auch noch ein Unwetter aufzieht. Ich kenne die Frau nicht. Mein Bruder E. ist auch draussen, und ich weiss nicht, ob er der Frau zu Hilfe eilt oder von Anfang an bei ihr war, es ist sogar unklar, ob er mit der schwangeren Frau identisch ist. Später erfahre ich von der Geburt und dass ein Kind im Geburtskanal stecken geblieben ist, man habe es opfern müssen, weil sonst auch das nachkommende Kind gefährdet gewesen wäre. Nun werden zwei lebende Kinder hereingebracht, die Frau war demnach mit Drillingen schwanger gewesen. Ein Kind ist ein dunkelhäutiges Mädchen mit asiatischem Einschlag. Ich hebe es hoch und versorge es. Es lächelt mich an.

921

Stadttheater und Bundeshaus

01.11.1990

Mit Brüdern und KollegInnen vom Kantonsrat sitze ich am Tisch eines vielgestaltigen Gebäudes: Es ist Regierungsgebäude, Stadttheater und Bundeshaus in einem. Im Bundeshaus treffe ich auf die LdU-Nationalrätin Monika Weber, wir fixieren uns kurz. Später bin ich auf der Suche nach einem Raum, den ich von früher her kenne, kann ihn aber nicht finden. Ich laufe Treppen hoch und den Korridoren entlang. Ganz oben angekommen sehe ich eine Türe, zu der keine Treppe führt,. Ein Mann kommt heraus mit einem winzigen Pudel, der Hund zieht an der Leine und fällt auf den unteren Korridor. Ich reiche dem Mann das Tierchen hinauf. Dieser ist verwundert, hier jemandem zu begegnen. Es kommt mir vor, er sei ein höherer Beamter, ein introvertierter Intellektueller, der abseits vom Trubel im öffentlichen Gebäude wohnt. Plötzlich liegen viele Papiere am Boden, ich packe sie in meinen Rucksack und einige in den Papierkorb. Der Mann reicht mir weitere Papiere und ruft beim Gehen, einige seien verwertbar, wie als Dank für die Rettung seines Hündchens. Ich singe beim Einpacken, ich habe wieder Stimme, obgleich ich lange nicht gesungen habe, und freue mich an den Melodien, die wie von selber aus mir fliessen. Ich meine, in der Stimme ein erotisches Element wahrzunehmen, wie wenn ich den Mann ansprechen wollte. Meine Faszination ist jedoch von seelischer Art, denn der ziemlich ältere Mann ist ohne erotische Ausstrahlung.

929

Zauberhafte Dinge

14.01.1993

Ich befinde mich in einer speziellen Küche mit einer roten Kochplatte. Es heisst, die Kochplatte könne Dinge bewirken, die zauberhaft anmuten. Vreni Zollinger scheint auch in der Küche zu sein.

942

Resonanz

18.03.1995

Jemand holt mich in die Kirche. Ich gehe nach vorn, weil ich dort erwartet werde. Ich soll das «Ave Maria» von Gounod singen, obgleich ich meine Singstimme verloren und den Text fast ganz vergessen habe. Ich konzentriere mich ganz auf die Melodie und höre verwundert meine Stimme, die aufgrund der guten Resonanz viel besser klingt als befürchtet. Eine Frau sagt bewundernd, die Sängerin könne singen, ohne jemals Gesangstunden genommen zu haben.

963

Einsiedeln und Kartenspiel

12.11.1995

Nach einer Beerdigung, an der ich der Familie zulieb teilnehme, kann ich Daniel und seine junge Familie nicht mehr finden. Es sind viele Leute auf der Strasse, und eine Suche ist aussichtslos. Ich bin nun allein am fremden Ort, und stelle zudem fest, dass ich meine Handtasche stehen liess samt Geld und Ausweisen. Ich mache mich daher zu Fuss auf den Weg nach Einsiedeln. Weil das Wetter schön und warm ist, fühle ich mich dennoch froh. Ich singe und «fliege» halbwegs wie oft im Traum. Der Weg nach Einsiedeln erweist sich als weiter, als ich glaubte. Ich will zum nahen Kloster hinunter gehen, auf das ein Mann hingewiesen hat. Er gibt mir auch ein wenig Münzgeld, weil er von meinem Missgeschick mit der Handtasche gehört hat. - Aber der Weg zum Kloster ist kaum zu sehen und scheint nicht ungefährlich, denn es fliesst eine weisse Flüssigkeit den Hang hinunter. So bleibe ich oben. Eine Frau, die einen Koffer mit sich trägt, setzt sich zu mir und erzählt von Wertpapieren und dass sie in Geschäften unterwegs sei. Vor ihr liegen eine Fünfzigernote und ein Wertpapier und desgleichen auch vor mir, die ich als eine Art Geschenk des Himmels an mich nehme. Die Besitzerin des kleinen Hotels nebenan lädt mich in ihr Haus ein und führt mich in einen kleinen Raum. Darin sind nur wenige Leute, und sie weist mir einen Tisch zu, auf dem ein grösseres Kartenspiel liegt. Auf dem Spiel ist zu lesen: «Die Welt neu erfinden» oder etwas ähnliches. Ich lache laut, denn der Gedanke, dass die Welt neu erfunden werden könnte, ist mir noch nie gekommen. Dennoch berühren mich die Worte eigenartig. Es kommt mir vor, es sei kein Zufall, dass diese Karten und diese Worte vor mir liegen. Ein junger Mann sagt, ich könne seine Toilettensachen benutzen. Notengeld und Wertpapier, die ich als vermeintliche Geschenke des Himmels einsteckte, haben sich in Nichts aufgelöst.

966

Mittelalterliches Städtchen

22.02.1997

Wir kommen in ein mittelalterliches Städtchen, es ist an einen Hang gebaut und wie ausgestorben. Hausfassaden und Läden sind grau, aber nicht verwahrlost. Es ist zu erkennen, dass die Häuser in gutem Zustand verlassen wurden. Die Architektur des Städtchens gefällt mir, ich kann daher nicht verstehen, warum es nicht renoviert wird, während weniger schöne Städte aufwendig instand gestellt werden und als Sehenswürdigkeit gelten.

981

Mumie

25.04.1997

Ich befinde mich in einer Art Museum. Unter einem weissen Tuch liegt eine weibliche Gestalt, vermutlich eine Mumie. Als ich das Tuch lüfte, fällt mein Blick auf eine blühende junge Frau, die nun erwacht, etwas sagt und aufsteht. Später will sie nicht mehr einschlafen. Der Wärter wundert sich keineswegs über das unerhörte Geschehen, sondern bittet mich, die Frau mitzunehmen. Sie sei schon mehrmals erwacht, spazieren gegangen und widerspruchslos zurückgekehrt. - Die Sache ist für mich nicht so einfach, wie der Wärter sich vorstellt. Ich überlege, was die Frau arbeiten könnte, wie sie integriert werden könnte und ob sie überhaupt etwas Brauchbares gelernt habe, ob sie mindestens einen Haushalt führen könne. Ich habe das Gefühl, die Frau stamme aus einer früheren Zeit, aus einer bemittelten Familie. Ich beschäftige mich mit der Frage, warum sie wohl gestorben sei bzw. warum sie in dieses anhaltende Komma gefallen sei.

987

Edith Piaf

27.04.2003

Ich höre eine Singstimme von grosser Eindringlichkeit und weiss, dass es die Stimme der Philosophin Agnes Heller ist, und dass in ihrem Gesang in englischer Sprache ihr ganzes Leben enthalten ist. Beim Erwachen merke ich, dass die Stimme, die ich gehört habe, in Wirklichkeit zu Edith Piaf gehört, die aber gleichzeitig die Stimme von Agnes Heller ist.

1008

Getreideernte

11.10.2003

Auf einer Hochebene sitze ich auf einem hügeligen Grasband und rufe meinem Sohn, er müsse sofort kommen, weil ich zunehmend wie benommen werde und spüre, wie es mich ins Meer hinunterzieht, das tief unten liegt und das zugleich das Feld ist, auf dem eine Getreideernte mit Maschine stattfindet. Ich weiss aber, dass ich das Grasband nicht verlassen darf, weil sonst die Ernte nicht weitergeht.

1060

Schattenhalb und sonnenhalb

29.11.2004

Ich befinde mich in meinem Heimatdorf und laufe die mir bekannten Wege und Strassen ab und fühle mich frei und gut. Dann gehe ich auch noch auf Wegen in St. Gallen, am Rand des Berneckwaldes und am Lindenhang. Dabei denke ich erfreut, dass ich nun beide Wege begehen könne, den «unteren» Weg in Gersau, der durch den Wald führt wie der Tambourenweg in St. Gallen, der schattenhalb liegt und zugleich den besonnten «oberen» Weg. Ich fühle mich heimatlich und zufrieden im Gefühl, im Heimatort und zugleich in St. Gallen beheimatet zu sein.

1095

Fussball

28.11.2005

Eine Art Buchvernissage steht bevor, an der eine Frau vorlesen wird. Es ist aber nicht klar, von wem das Buch geschrieben wurde: Ob von einem jungen Mann, oder von der Frau, die in ihrem Buch von diesem erzählt. Das Buch enthält ein Photo von einem grossen Operationsloch in einem vermutlich mumifizierten Schädel. Das Photo sollte zeigen, wie man früher einen Teil des Hirnes wegoperierte. - Es ist ferner von einem Haus die Rede, an dem ein Fresko zu sehen sei. Aber ich kann das Fresko nicht sehen. - Später bin ich auf dem Weg zum Einkaufen und spiele mit einem Fussball vor mich her. Ich darf den schönen neuen Ball nicht verlieren, weil er einem Knaben gehört. Ich weiss, dass ich den Ball verteidigen müsste gegen andere Knaben, die ihn allenfalls entwenden wollten. Ich bin nicht sicher, ob ich selber den Fussball überhaupt benützen dürfte. Der Knabe hat ihn für etwas bekommen, vielleicht für eine Leistung.

1126

Früchte

26.03.2006

Ich habe das Gefühl, es sei mir gelungen, einige Früchte in ein Backverfahren einzubringen, bei dem dies vorher nicht möglich war und freue mich. Nachdem drei Bleche fürs Backen vorbereitet sind, schwant mir jedoch, dass viel zu wenige Früchte darauf sind (ich glaube, es waren schwarze Kirschen), und ich überlege angestrengt, wie dies zu ändern wäre. - Die Türe geht auf zu dem Raum, der wie ein breiter Korridor ist. Eine Frau kommt herein und macht Vorbereitungen wie zu einem Frühstück. Hinter ihr tragen zwei Männer einen der «Fladen» herein, wie wenn wir ihn nun essen würden und er ohne Mängel wäre. Der Frühstückstisch wird in den mittleren Teil des Korridors gestellt, wo Licht einfällt, obgleich dort zuvor keine Fenster waren.

1133

Büchergestell

16.04.2006

Zuoberst auf meinem Büchergestell hat sich ein kleiner Vogel eingenistet. Ich öffne wie immer das Fenster, damit er ins Freie fliegen und sich versorgen kann. Weil der Vogel scheu ist, halte ich einen grösseren Abstand, um ihn nicht zu verscheuchen. Einmal mustern mich seine Augen, als würden sie mich prüfen. Die meisten seiner Federn sind schwarz und glänzend, ausser einem schmalen roten und weissen Streifen. Der Vogel gefällt mir. - Später kommt stürmischer Wind auf, und schwere Wassertropfen kündigen Platzregen an. Ich öffne das Fenster für «meinen» Vogel, der aus dem Bodenlaub auffliegt, wo er offenbar Schutz gesucht und auf das Öffnen des Fensters gewartet hat. - Nun ist Cecile Federer bei mir zu Besuch und ich will ihr den Vogel zeigen. Aber an seiner Stelle sitzt im Nest ein hundeähnlicher Welpe mit schwarz glänzendem Fell. Er kaut an etwas, und ich habe den Verdacht, er habe den Vogel aufgefressen. Ich überlege, wie ich das unerwünschte Tier loswerden könnte, aber wenn ich versuchte, es vom Büchergestellt herunter zu holen, würde es mich vielleicht beissen. Auffallend ist sein Breitmaul, und es ist mir unheimlich, zu was sich der Welpe noch entwickeln könnte. Mit seinen Vordertatzen hält es nun etwas Schwarzes in Kreuzform hoch, das wie eine leere Haut aussieht. Ich bin irritiert und angewidert, meine aber, dass die Überreste eines Vogels vor allem aus Federn bestehen würden.

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Schwäbische Adelige

13.04.2014

Ich lese in einer Zeitung, dass Frau X, die ich im Traum kenne, einen Knaben geboren hat, und ich freue mich über den sehr selten gehörten Zweitnamen des Kindes (er hat nur drei oder vier Buchstaben). Eine Kollegin sagt, Frau X sei die Tochter einer schwäbischen Adeligen, und ich sage, dass ich die Frau kenne als eine Innerschweizerin mit sehr unscheinbarem Aussehen. Ich weiss im Traum, dass ich die Mutter des Knaben als jüngere Frau gekannt habe und denke, sie müsse inzwischen gegen 50 sein. Sie hatte in ihrer Art etwas von Sabin Schreiber. Die Nachricht von der Geburt des Knaben war im Text nur wie nebenbei erwähnt innerhalb vieler anderer Zeilen in der Zeitung, nicht als eine Geburtsanzeige. - Merkwürdig ist, dass ich hinterher keinen der vier Namen erinnern kann, obwohl im Traum namentlich von ihnen die Rede war.

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