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306 - Gerda Weiler - Eros ist stärker als Gewalt

Funktion des Körperlichen

Nach Agnes Heller ist das Denken ein innwohnender Bestandteil des Fühlens. Nach Gerda Weiler erweist sich der Geist als Funktion des Körperlichen (S. 60).

Archaische Gehirnteile

Es sind die archaischen Gehirnteile, die alle unbewussten Lebensvorgänge bei Tieren und Menschen steuern. Denken nicht nur mit dem Neokortext 61)

Innewohnende Intelligenz

Alle automatischen Vorgänge im Körper können nur ablaufen, weil es eine innewohnende Intelligenz gibt, der den Blutkreislauf ordnet.

Aber auch Tiere

Wir haben zwar den Eindruck, das Bewusstsein gebe den Befehl zur Handlung (laufen, prüfen), aber auch Tiere, die keine Grosshirnrinde und kaum Bewusstsein haben, bewegen sich (61)

Gedanken und Motive

Empathie als die Fähigkeit, die Gefühle anderer, ihre Gedanken und Motive zu verstehen, ist älter als die Sprache. Im limbischen System werden Gefühle und Stimmungslagen verarbeitet (61)

Paarungswünsche

Die Intelligenz (nicht Schönheit) des Weibchens ist ausschlaggebend für die Paarungswünsche von Schimpansen-Männchen (66)

Soziale Intelligenz, technische Intelligenz (138)

Muttermord

Nach Schiller ist es "süss und ehrenvoll", für das Vaterland zu sterben (143)

Jung rechtfertigte den Muttermord (176)

Nahrungsbeschaffung

Frauen brachten 80% der Nahrung ein, die männliche Jagd nur 20% (Verweis auf Vandana Shiva: Das Geschlecht des Lebens, 118)

Unerforschte Kraft

Rupert Sheldrake nimmt eine Formkraft an, die eine bislang unbekannte und noch unerforschte Kraft voraussetzt: das morphologische Feld. Für die Herausbildung der Organe, des Skeletts, von Kopf und Gliedern setzt Sheldrake die Wirkung des morphogenetischen Feldes voraus. Unbelebte Moleküle wie zum Beispiel Kristalle werden durch das morphogenetische Feld strukturiert. Es prägt als formende Kraft die Gene lebendiger Systeme (S. 63).

Quelle:

Gerda Weiler: Eros - ist stärker als Gewalt. Eine feministische Anthropologie I. Ulrike Helmer Verlag 1993